Presseschau RBS - Mix: H.U.Steiner

RBS - Diverses, Frequenzen, Fahrgäste etc.

 
  Mehr Pendler (1998) - (Jan. 1999, BZ)
  RBS vor grossen Veränderungen (Juni 2001, Bund)
  Boll: Die 400 Tonnen sind an Ort (Juli 2001, Bund)
  Diplom: Schnell von Bahn auf Bus (November 2001, Bund)
  Die Muribahn klettert (Kletterweiche am Helvetiaplatz) (Juli 2003, Bund)

 

BZ, 18. Januar 1999

RBS

Mehr Pendler

Im letzten Jahr haben rund zwei Prozent mehr Pendler stadtauswärts den Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) benützt, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Pendler stadteinwärts blieben zahlenmässig ungefähr gleich. 18,5 Millionen Fahrgäste wurde insgesamt gezählt. Bei der RBS-Tramlinie G an den Casinoplatz resultierte eine Zunahme von 8 Prozent.

mg

 

Der Bund, 30. Juni 2001

RBS vor grossen Veränderungen

Zwecks künftiger engerer Zusammenarbeit hat der Regionalverkehr Bern-Solothurn Kontakt mit Partnern aufgenommen. Direktor Scheidegger tritt 2002 zurück.

bss. Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück («Bund» vom 12. Mai). Doch, so sagte gestern Direktor Peter Scheidegger an der Aktionärsgeneralversammlung in Worb: «Wir wollen noch effizienter werden.» Deshalb werde nach Lösungen gesucht, um Angebot und Abläufe durch eine Zusammenarbeit zu verbessern und zu rationalisieren. Für den RBS, als Schmalspurbahnbetrieb, seien die Möglichkeiten für Synergien eingeschränkt, sagte Verwaltungsratspräsident Peter Schmid. Ein konkretes Fusionsprojekt stehe im Moment nicht zur Diskussion, erklärte er, hingegen existierten «eine ganze Anzahl Bereiche» in denen eine engere Zusammenarbeit möglich sei.

Möglichkeiten und Grenzen

Als Partner für den RBS kommen BernMobil und Aare Seeland mobil in Frage. Mit diesen beiden Unternehmen lotet der RBS bereits heute in einer Tochtergesellschaft die Möglichkeiten und Grenzen einer gemeinsamen Verkehrsplanung aus. Mit Aare Seeland mobil wird auch eine Zusammenarbeit im Tourismus geprüft, und mit BernMobil werden «intensive Gespräche» geführt über den gemeinsamen Unterhalt der Schienenfahrzeuge und ein Zusammenspannen beim Betriebsleitsystem oder bei der Fahrgastinformation. Als wichtigste personelle Änderung steht dem RBS der Rücktritt von Direktor Peter Scheidegger auf Ende Juni 2002 bevor.

Nicht nur weil die neuen Niederflurmittelwagen mehr Platz brauchen - der erste von 19 wurde vorgestern auf der Linie Z (Bern-Unterzollikofen) offiziell eingeweiht - wird auf dem RBS-Netz eifrig gebaut, sondern auch mit dem Ziel, Fahrzeiten zu verkürzen und die Sicherheit zu erhöhen. Gebaut wird derzeit in:

  • Jegenstorf: Doppelspur aus Moosseedorf in den Bahnhof. Voraussichtlich noch eine Woche.

  • Boll-Vechigen: Verlängerung der Kreuzungsmöglichkeit auf der Station Boll. Doppelspur zwischen Boll und Vechigen. Bis nach den Sommerferien.

  • Bätterkinden: Doppelspur südlich des Dorfs.

  • Rüfenacht: Der Blinklichtübergang wird aufgehoben, die Haltestelle auf die Dorfseite verlegt.

Baubeginn ist demnächst in:

  • Worb: Bahnhofhalle/Zugsdepot mit Einstellhalle für Bahnpendler. Baubewilligung liegt vor. Fertigstellung Mitte 2002.

  • Bolligen: Sanierung des Knotenpunkts bei der Station. Umsteigeanlage für die Zubringerbusse. Baubeginn voraussichtlich nächstes Jahr.

  • Muri: Umgestaltung der Station, Eigentrassierung im Hüsistutz. Der Baubeginn ist für den kommenden Winter vorgesehen.

  • Zollikofen: Im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofareals: Doppelspur, Busbahnhof, Fussgängerüberführung. Beginn voraussichtlich 2003.

Und schliesslich existieren

  • zwei Visionen: «Worb-Bern unter 20 Minuten», Realisierung nicht vor 10 bis 15 Jahren möglich; Linie «Worb-Schwarzenburg» zusammen mit BLS. Realisierung nicht vor 20 Jahren möglich.

 

Der Bund, 13. Juli 2001

Die 400 Tonnen sind am Ort

BOLL

Gestern versenkten zwei riesige Raupenkrane eine 400 Tonnen schwere Betonkonstruktion in die Baugrube. Das einfamilienhausgrosse Bauwerk ermöglicht es dem Regionalverkehr Bern-Solothurn, die Linie zwischen Boll und Vechigen auf zwei Spuren auszubauen. Gleichzeitig überspannt die Brücke den Kanal, der die Hochwasser des Stämpbachs am Siedlungsgebiet in Boll vorbeilenken soll.

ZVG

 

Der Bund, 21. November 2001

 

ÖFFENTLICHER VERKEHR

Schnell von Bahn auf Bus - Diplom für den RBS

Die optimale Verkettung von Bahn und Bus hat dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) gestern eine nationale Auszeichnung eingebracht.

ae. Zum zweiten Mal seit 1999 vergaben der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) und der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonalverband (SEV) gestern einen Innovationspreis für besondere Leistungen im öffentlichen Verkehr. Der Hauptpreis ging an den Zürcher Verkehrsverbund, der mit einer, gemäss Jury, «pfiffigen Kampagne» für die Vorzüge der vernetzten Mobilität von Zug, Tram, Bus und Schiff im Raum Zürich warb.

2,5 Millionen steigen um

Mit einem Diplom bedacht wurde der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS), der, wie die Jury schreibt, «mit seiner optimalen Verkettung von Bahn und Bus ein leistungsstarkes und kundenfreundliches Angebot anbietet». RBS-Vizedirektor Hans Amacker freut sich über die Lorbeeren, habe doch die Jury die seit 35 Jahren andauernden Anstrengungen des RBS gewürdigt, das Bahn-Angebot mit Zubringerbussen optimal zu ergänzen. Die erste RBS-Buslinie wurde gemäss Amacker im Jahr 1966 zwischen Münchenbuchsee und Zollikofen eröffnet. Mittlerweile werden auf acht Buslinien über vier Millionen Reisende pro Jahr befördert. Davon steigen gemäss Amacker rund 2,5 Millionen regelmässig von der Bahn auf den Bus um und umgekehrt.

Als Musterbeispiele für schnelles und reibungsloses Umsteigen hebt der RBS in einer Pressemitteilung den Bahnhof Papiermühle in Ittigen sowie jene in Unterzollikofen und Schönbühl hervor. «Das Diplom ist für uns Motivation und Verpflichtung, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzufahren», sagt Amacker und verweist auf die geplante Verbesserung der Bahnhöfe Zollikofen und Bolligen. Das Umsteigen soll dort in den nächsten Jahren deutlich erleichtert werden.

 

Der Bund, 22. Juli 2003

 

Die Muribahn klettert

Am Helvetiaplatz ist ein Kuriosum zu bestaunen: die Kletterweiche

NICOLE JEGERLEHNER

Vorsichtig fährt das Blaue Bähnli auf die rote Weiche hinauf: Schneller als fünf Kilometer pro Stunde darf der Tramführer nicht über die erhöhte Weiche am Helvetiaplatz fahren, auch wenn bereits wieder ein Bähnli von Muri her kommt und warten muss. «Die tiefe Geschwindigkeit zu halten ist schwierig», sagt Hans Haldimann; es komme schnell zu ruckigem Fahren. Der Leiter Betriebsführung des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) ist aber zufrieden: «Die Fahrer haben es gut intus.»

Die acht Zentimeter hohe, sogenannte Kletterweiche ist in der Schweiz selten zu sehen. Auf dem Helvetiaplatz ist sie im Einsatz, weil der Casinoplatz umgebaut wird. Die RBS-Linie G fährt im Zehn-Minuten-Takt von Worb bis auf die Kirchenfeldbrücke. Weil die Tramzüge an beiden Enden eine Führerkabine haben, kann das Tram auch wieder zurück auf den Helvetiaplatz fahren dort aber gibts ein Problem, da das Bähnli auf der falschen Spur daherkommt. Die rote Kletterweiche hilft weiter: Sie leitet die Tramzüge auf die richtige Spur hinüber.

Weiche zieht Bahnfans an

Autos dürfen nicht über die auffällige Weiche fahren. «Der Niveauunterschied zur Strasse beträgt am höchsten Punkt acht Zentimeter, und die Autos würden die Weiche beschädigen», sagt Haldimann. Er bestätigt, dass die Kletterweiche für Tram- und Bahnfans «schon etwas Besonderes» sei: Bei Baustellen in Frankreich und Deutschland werde sie häufiger eingesetzt, aber in der Schweiz komme sie sehr selten zum Einsatz. Die Fahrer des Blauen Bähnli sähen täglich Leute, welche die Schiene beäugten und fotografierten. «Im Internet gibts zwar Bilder davon, aber das Ganze in der Realität zu sehen ist halt schon etwas anderes.»

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